Wandbild saniert und in Graffitistil erweitert

Bei der Erkundung von verwahrlosten Objekten stößt man ständig auf Graffiti, Tags und weitere Werke der „Street Art“. Sie sind inzwischen ein Teil der einzigartigen Landschaft von verlassenen Orten geworden. Allerdings stehen sie selten in einem konkreten Zusammenhang zu den historischen Anlagen, in denen sie sich befinden und werden von vielen Besuchern eher als Fremdkörper oder Störelemente wahrgenommen. Eine Ausnahme kann man in Möhlau sehen, wo ein Graffitikünstler zunächst ein monumentales Lenin-Wandbild der Sowjetarmee saniert hat, um es dann durch eine stilisierte sowjetische Fahne zu erweitern.

In diesem ehemaligen Stützpunkt der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD), der seit 30 Jahren brach liegt, sind an drei Fassaden zweistöckiger Gebäude großformatige Wandbilder erhalten. Einige Elemente sind sehr verblasst und kaum noch zu erkennen. Lenin strahlt jedoch in alter Frische, nachdem das sechs Meter hohe Wandbild von einem „Street Artist“ originalgetreu aufgefrischt wurde. Rechts von Lenin sprühte der Künstler eine Sowjetfahne in Graffitistil und bildete so ein neues, intertemporales Collage-Werk. Auch die zwei Wandbilder an den nebenstehenden Gebäuden wurden durch Werke der „Street Art“ ergänzt.

ENGLISH

Mural renovated and extended in graffiti style

While exploring abandoned objects one constantly comes across graffiti, tags and other works of „street art„. They have become part of the unique landscape of abandoned places. However, they rarely have a concrete connection to the historical sites in which they are located and many visitors tend to perceive them as foreign bodies or disturbing elements. An exception can be seen in Möhlau, where a graffiti artist first renovated a monumental Lenin mural of the Soviet army, only to expand it with a stylized Soviet flag.

In this former base of the Group of Soviet Forces in Germany, which has been lying fallow for 30 years, large-format murals have been preserved on three façades of two-storey buildings. Some elements are very faded and hardly recognizable. Lenin, however, shines in its old freshness after the six-meter-high mural was freshened up true to the original by a „street artist“. To Lenin’s right, the artist sprayed a Soviet flag in graffiti style, thus creating a new, intertemporal collage work. The two murals on the adjacent buildings were also supplemented by works of „Street Art“.

Von der restaurativen Aktion inspiriert, machte sich auch „Lenin is still around“ zusammen mit Thomas (aka photosucher) an die Arbeit und versuchte ein verunreinigtes Wandplakat der GSSD im ehemaligen Kulturhaus zu restaurieren. Es war aufgrund mangelnder Zeit und Erfahrung keine leichte Arbeit, aber das Endergebnis kann als zufriedenstellend betrachtet werden: Die Rotarmisten der Marine, der Luftwaffe und des Heeres wurden erst einmal von der Kritzelei befreit und können wieder stolz zur zentralen Losung blicken: „Wir werden die Beschlüsse des 27. Kongresses der KPdSU erfüllen!“

ENGLISH: Inspired by the restorative action, „Lenin is still around“ also got down to work together with Thomas (akaphotosucher) and tried to restore a stained wall poster of the GSSD in the former cultural centre. It was not an easy job due to lack of time and experience, but the final result can be considered satisfactory: The Red Army soldiers of the Navy, Air Force and Land Forces were freed from scribbling and can again look proudly at the central slogan: „We will fulfil the resolutions of the 27th Congress of the CPSU!“.

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