Der Sockel der alten Leninbüste

Kurz nachdem ich die Fotos von einem gemalten Lenin-Emblem auf dem Gelände des ehemaligen Atombunkers gepostet hatte, erhielt ich einen Tipp bezüglich einer Leninbüste, die es dort früher gegeben hat. Auf alten Schwarzweiß-Fotos ist Lenins Haupt auf einem über zwei Meter hohen schwarzen Sockel zu sehen. Das Denkmal steht vor einer stilisierten Sowjetfahne aus Beton. Hinten links erkennt man das Baujahr 1977 an der Außenfassade eines zwei- oder dreistöckigen Gebäudes. Weiterlesen

Lenin blättert ab

Am verrosteten Tor sind noch zwei rote Sterne zu erkennen. Es steht sperrangelweit offen und führt zu nichts, denn die Garagen und Lager dahinter wurden inzwischen abgerissen. Die Demontage und die Grundsanierung in Krampnitz gehen rasch voran und somit werden wohl in den nächsten Monaten und Jahren sämtliche Spuren der Sowjetarmee gelöscht. Auch die roten Sterne und ein ohnehin schon stark verwittertes Leninwandbild. Weiterlesen

Im Schatten der Perestroika

Der Saal ist finster und muss mit einer Taschenlampe beleuchtet werden. An der hinteren Wand erscheint nun Lenin im entschlossenen Vorwärtsmarsch. Hinter ihm sind symbolträchtige Gebäude und Infrastruktur der Sowjetunion sowie eine wehende rote Fahne mit einer römischen XXVII zu sehen. Offenbar entstand das Wandbild anlässlich des 27. Parteitags der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPSU), der vom 25. Februar bis zum 6. März 1986 in Moskau stattfand. Dort führte der Generalsekretär des Zentralkomitees, Michail Gorbatschow, die politischen Reformen der Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umstrukturierung) ein, mit welchen er die Sowjetunion modernisieren wollte. Dieser Prozess scheiterte und nur fünf Jahre nach der Bekanntgabe der Pläne zerfiel die UdSSR. Weiterlesen

Wandbild saniert und in Graffitistil erweitert

Bei der Erkundung von verwahrlosten Objekten stößt man ständig auf Graffiti, Tags und weitere Werke der „Street Art“. Sie sind inzwischen ein Teil der einzigartigen Landschaft von verlassenen Orten geworden. Allerdings stehen sie selten in einem konkreten Zusammenhang zu den historischen Anlagen, in denen sie sich befinden und werden von vielen Besuchern eher als Fremdkörper oder Störelemente wahrgenommen. Eine Ausnahme kann man in Möhlau sehen, wo ein Graffitikünstler zunächst ein monumentales Lenin-Wandbild der Sowjetarmee saniert hat, um es dann durch eine stilisierte sowjetische Fahne zu erweitern. Weiterlesen

Das versteckte Wandbild

Das versteckte Wandbild

Auf dem ehemaligen Flugplatz in Sperenberg (Brandenburg) befindet sich im Inneren eines verlassenen Gebäudes noch ein abblätterndes sowjetisches Wandbild mit Lenin. Es ist selbst für erfahrene Urbex-Erforscher ein schwieriger Fund, denn der Gang zum Raum ist nur durch ein kleines Loch in einer Wand zu erreichen. Aber zuerst muss man in dieser weitläufigen Geisterstadt überhaupt das richtige Gebäude finden. Weiterlesen

Urbex-Restauration eines Lenin-Wandbilds

Während kaiserliche und sogar kolonialistische oder nationalsozialistische Monumente aufgrund ihres historischen Werts in Deutschland problemlos unter Denkmalschutz stehen können, versuchte man nach der Wende, sämtliche Lenindarstellungen zu schleifen. Einige Exemplare haben die Bilderstürmerei in verlassenen Militärkomplexen der Sowjetarmee überstanden. Jetzt müssen sie der Verwahrlosung und dem Vandalismus widerstehen. Weiterlesen