Die Leninstele vom Sonderwaffenlager

Viele Lenindenkmäler auf verlassenen sowjetischen Geländen sind hochgefährdet. Trotz ihres historischen Werts als authentisches Zeitdokument der Sowjetarmee in Deutschland fehlt es meistens an Personen oder Institutionen sowie an finanziellen Mitteln, um ihren Schutz gewährleisten zu können. Deshalb ist jede Rettung eines solchen Monuments zu feiern. Das letzte, das in Sicherheit gebracht wurde, ist die 3 Tonnen schwere Leninstele aus der Himmelpforter Heide, die inzwischen beim Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst liegt und dort demnächst wiederaufgestellt werden soll. Weiterlesen

Lenin im Olympischen Dorf

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Die Olympischen Spiele in Berlin 1936 fanden während der Nazi-Herrschaft statt und das NS-Regime instrumentalisierte sie, um ein positives, modernes Bild von sich zu geben. Für die sportlichen Wettkämpfe wurde das Olympiagelände in Berlin-Westend erbaut und 18 Kilometer westlich, im Brandenburgischen Elstal, entstanden die Unterkünfte für die internationalen Athleten. 80 Jahre sind vergangen und inzwischen wird ein Teil der maroden Anlage des Olympischen Dorfs zu Luxuswohnungen saniert, während der Rest verkommen steht. Zu den verlassenen Gebäuden gehört auch das zu Ehren des ehemaligen Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten benannten Hindenburghaus, ein Kulturzentrum, in dem heute noch ein Lenin-Wandbild vorzufinden ist. Und man mag sich natürlich fragen, wie denn dieses Leninbild in eine von den Nazis erbaute Sportanlage kam. Weiterlesen

Lenin im Deutschen Bundestag

Trotz der intensiven Phase des Denkmalsturms nach der Wende ist Lenin in Deutschland immer noch allgegenwärtig und man kann auch in den unerwartetsten Ecken plötzlich auf ihn stoßen, sogar im Deutschen Bundestag in Berlin. Dort ist tatsächlich ein Lenin-Portrait das Motiv eines Gemäldes im Clubraum, eine kleine für Abgeordnete reservierte Lounge im Paul-Löbe-Haus. Weiterlesen

Lenins Kopf

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Die abgeschlagenen Köpfe/ der Statuen beweisen nicht das Vergessen. Gelöschte Inschriften/ sind unbesieglich. Diese Verse des Dichters Günter Kunert wurden am Tag der Eröffnung der Ausstellung „Enthüllt – Berlin und seine Denkmäler” in der Zitadelle Spandau vom Historiker Andreas Nachama rezitiert und passen sehr gut zur Geschichte des Hauptexponats: der 2 Meter hohe und 3,5 Tonnen schwere Leninkopf. Aus der Berliner Stadtmitte verbannt und im Wald begraben, erlebte der sowjetische Revolutionär anlässlich dieser Ausstellung ein spektakuläres Comeback, bei dem er in den Medien wie ein Popstar gefeiert wurde. Weiterlesen

Der weiße Lenin

White Lenin

Ein Berliner Touristenführer erklärte mir mal, er würde seine Gruppen von US-amerikanischen Besuchern als Allererstes zum Sowjetischen Ehrenmal bringen: „Damit sie sehen, dass man in Berlin das Unerwartbare erwarten kann.“ Tatsächlich ist die Gedenkstätte im Treptower Park aus westlicher Sicht befremdend, wenn nicht sogar ein bisschen bizarr: Das nationalistische Pathos und die kommunistische Symbolik entfalten sich mit großer Pracht und bilden ein Monument der Huldigung des sowjetischen Patriotismus, wie manch einer es im Herzen Europas am Anfang des XXI. Jahrhunderts vielleicht nicht mehr erwartet hätte. Weiterlesen

Lichter in der Dämmerung

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Zwischen bunten Luftballons, großen Werbeplakaten und grell blinkenden Neonlichtern ist auf der Frankfurter Allee unauffällig an der Wand hängend eine Leningedenktafel zu finden. Mit den vielen Läden, Fast-Food-Imbissen und einem Einkaufszentrum direkt gegenüber, wirkt der kommunistische Held hier allerdings ein bisschen fehl am Platz. Und tatsächlich scheint Lenin im Konsumboulevard auf wenig Zuneigung zu stoßen: An der Tafel kann man noch die Spuren der letzten Vandalismusaktion erkennen, ein Mosaik aus verwischter Farbe und Reinigungsmittel. Weiterlesen

Das große Glasmalerei-Fenster

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DEUTSCH

3HUIn seiner Jugend hat Lenin für seine Forschungen  zum größten Teil ungewöhnlichere Orte besuchen müssen als eine Universitäts-Bibliothek. Er saß von Dezember 1895 bis Februar 1897 wegen Anklage der Agitation in Untersuchungshaft und sah sich gezwungen, seine Recherchen im Gefängnis voranzutreiben. Dort soll er manche von seinen ersten politischen Schriften mit unsichtbarer Tinte verfasst haben. Im Februar 1897 wurde er dann für drei Jahre in das Dorf Schuschenskoje in Ostsibirien verbannt (etwa 600 km vom nächstliegenden Bahnhof entfernt), wo er in einem kleinen Haus und unter Polizeiaufsicht sein eigenes Studierzimmer einrichtete, um sich weiterzubilden und die Niederschrift seiner politischen Ansichten fortzusetzen. Erst als er im Juli 1900 Russland verließ und sein Exilleben antrat, durfte Lenin wieder regelmäßig Bibliotheken frequentieren, um dort in Ruhe zu arbeiten. Weiterlesen

Lenin in West-Berlin

Die Geldmauer

DEUTSCH

In Kiessteinen gebettet und von Lastwagen und Container umgeben steht am Parkplatz der Umzugsfirma „Zapf” die einzige Leninstatue in West-Berlin und das einzige Denkmal zu Ehren des russischen Revolutionärs im gesamten Territorium der ehemaligen BRD. Die Geschichte der drei Meter hohen Bronzestatue ist, wie so oft, wenn es um die Figur Lenins geht, von einer gewissen Rätselhaftigkeit geprägt. Weiterlesen