Die heldenhafte Rettung

Lenin_bydchantzaras1

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Im Oktober 1943 traf am Bahnhof Eisleben ein Zug aus der sowjetischen Stadt Puschko ein. Die Waggons waren mit Schrott und sperrigen Metallobjekten vollgeladen, Kriegsbeute der deutschen Wehrmacht in ihrem Siegeszug Richtung Osten. Die komplette Lieferung sollte in der Krughütte, eine Produktionsstätte in der Nähe von der Lutherstadt Eisleben, eingeschmolzen werden. Die sowjetischen Zwangsarbeiter, die den Waggon abluden, wollten ihren Augen nicht trauen, als sie plötzlich zwischen Glocken, Granathülsen und Schiffsresten eine drei Meter hohe Leninstatue aus Bronze entdeckten. Ihr nationaler Held war aus der Ferne herbeigereist, um sie in diesen harten Zeiten zu unterstützen – ein Wunder! Sie versteckten das Denkmal unter einem Schrottberg und retteten es dadurch vor der Zerstörung. Weiterlesen

Panzerkaserne Bernau

Mausuleum

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PassagenVon den zentralen Punkten der Hauptstadt ausgewiesen, muss sich Lenin in abgelegenen Ruinen herumtreiben. In Bernau liegen zwei Geländer und Gebäudekomplexe, die während des Dritten Reichs das Hauptquartier des Heeresbekleidungsamts waren und nach dem Krieg von den Streitkräften der Roten Armee besetzt wurden. Als Letztes weilte hier die 90. Garde-Panzerdivision, die im Rahmen des sowjetischen Abzugs im Jahr 1993 die Anlagen verließ. Seitdem stehen sie leer: Wo einst eine Eisenbahnlinie vorbeizog, damit man per Zug die schicksten Uniformen oder die modernsten Waffen so schnell wie möglich ausliefern konnte, machen sich jetzt Bäume und Sträucher breit. Und die Räumlichkeiten, in denen sowjetische Generäle einst darüber diskutierten, wie ein dritter Weltkrieg verlaufen könnte, sind dem Verfall überlassen, es herrscht eine Todesstille, die nur unterbrochen wird, wenn man in der Ferne Schritte hört, von denen man nicht weiß, ob sie das Echo der eigenen oder vielleicht die eines zurückgelassenen Soldaten sind… Weiterlesen