Der gelassene Lenin

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Unweit der sächsischen Stadt Riesa, wo noch eine der wenigen öffentlich-zugänglichen Leninstatuen in Deutschland weilt, steht ein anderes, unbekannteres Standbild des sowjetischen Revolutionärs. Es befindet sich innerhalb der Sperrzone der ehemaligen Garnison in Zeithain. Weiterlesen

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Zu Besuch bei Karl Marx

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Im Juni 1990 wurde die zu DDR-Zeiten erfolgte Umbenennung von Chemnitz in Karl-Marx-Stadt rückgängig gemacht. Trotzdem ist Karl Marx auch heute noch eine prägende Figur des Stadtbilds, vor allem in Form einer 7,10 Meter hohen und 40 Tonnen schweren Büste. Sie steht vor einer Wandtafel mit mehrsprachiger Übersetzung des bekannten Ausspruches des Kommunistischen Manifests: „Proletarier aller Länder vereinigt Euch“ und ist nach dem Lenin-Kopf im russischen Ulan-Ude die zweitgrößte Porträtbüste der Welt. Außer dem Nischel, wie die Plastik in Anlehnung an das sächsische Wort für „Kopf“ im Volksmund genannt wird, sind in Chemnitz noch weitere sozialistische Denkmäler zu sehen. Beim Flanieren durch die Stadt kann man auf Engels, Thälmann, antifaschistische Spanienkämpfer oder auch auf Lenin stoßen. Weiterlesen

Lenin bleibt

Darkness

DEUTSCH

RieseWährend viele von den letzten Lenindenkmälern auf deutschem Boden abrissgefährdet sind oder einsam vor einer verlassenen Kaserne zerbröckeln, genießt Riesas Lenin eine sichere und gepflegte Existenz. Seitdem er 1991 in die sowjetische Kriegsgräberstätte gebracht wurde, bestehen für ihn keinerlei Gefahren mehr. Er darf als heldenhafte Schutzfigur an einer kleinen aber schmucken Parkanlage stehen und sich an der Frühlingssonne ergötzen. Wenn man seinen Gesichtsausdruck genau betrachtet, erkennt man hinter seiner eisernen Miene ein leichtes Lächeln: Wahrscheinlich freut er sich darüber, wie glücklich die Geschichte seiner übereilten Beseitigung von dem ehemaligen Leninplatz – seiner vielen Feinde zum Trotz – doch letztendlich ausgegangen ist… Weiterlesen

Eine leninfreie Stadt?

Wer zum Teufel...

DEUTSCH

GedenktafelNachdem seine Büste am Messegelände entfernt wurde, blieben in Leipzig noch einige Gedenktafeln übrig, die an Lenins Aufenthalte in dieser Stadt zwischen 1900 und 1914 erinnerten. Doch inzwischen sind auch diese von den Wänden der Gebäude, in denen Lenin in seiner Exilzeit an seinen revolutionären Ideen und Plänen arbeitete, verschwunden. Leipzig ist also offiziell nach vielen Jahrzehnten (wieder) eine leninfreie Stadt! Weiterlesen