Lenin blättert ab

Am verrosteten Tor sind noch zwei rote Sterne zu erkennen. Es steht sperrangelweit offen und führt zu nichts, denn die Garagen und Lager dahinter wurden inzwischen abgerissen. Die Demontage und die Grundsanierung in Krampnitz gehen rasch voran und somit werden wohl in den nächsten Monaten und Jahren sämtliche Spuren der Sowjetarmee gelöscht. Auch die roten Sterne und ein ohnehin schon stark verwittertes Leninwandbild. Weiterlesen

Das eingeritzte Leninporträt

Als Anfang der 1990er-Jahre die Sowjetarmee Ost-Deutschland verließ, blieb ein riesiges Netzwerk leer stehender Kasernen und Geisterstädte zurück. Dort sind auch heute noch Spuren, Hinterlassenschaften und einige Rätsel der Sowjets vorzufinden. Eins von diesen Rätseln ist der ungefähr einen Meter hohe, in die Wand geritzte Leninkopf in der verlassenen Anlage in Kummersdorf. Weiterlesen

Drei Leninorden an der Theaterfassade

Durch die sperrangelweit offenen Türen gelangt man problemlos ins Theatergebäude der ehemaligen Munitionsanstalt Kapen, wo in der Nachkriegszeit sowjetische Truppen stationiert waren. Der Saal ist dunkel und staubig. Vom alten Holzboden sind nur ein paar Bretter übrig. Die Bühne ist komplett verschwunden. Bei diesem Anblick fällt es einem schwer, sich die glamourösen Abendveranstaltungen vergangener Zeiten vorzustellen. Die einzige Spur der Sowjets befindet sich an der Außenfassade, an der noch einige gemalte Embleme erhalten sind. Auch Lenin ist dort vorzufinden. Weiterlesen

Lenin am Atombunker

Das Sonderwaffenlager im Waldgebiet bei Stolzenhain war einst eine strategisch bedeutsame Anlage der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Nach der Wende wurde der Komplex verlassen. Die zurückgebliebenen Spuren verleihen dem Wald heute eine postapokalyptische Aura, zu der vor allem die herabgekommenen Atombunker beitragen. Im Kasernenbereich ist unter anderem ein kleines Leninwandbild vorzufinden, das an das 70-jährige Jubiläum der Oktoberrevolution erinnert. Weiterlesen

Zitate

In einigen Kasernen der Sowjetarmee in Deutschland sind außer Denkmäler zu Ehren Lenins auch noch einige Zitate des Revolutionsführers vorzufinden. So wie die Statuen, Büsten und Reliefs sind auch die Inschriften hochgefährdet und verschwinden allmählich infolge der Konversionsprozesse, der Witterung oder mutwilliger Vandalismusaktionen. Hier die letzten erhaltenen Zitate Lenins in ehemaligen Anlagen der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland: Weiterlesen

Das verwitterte Wandbild

Was einst ein Seitenporträt Lenins war, ist heute nicht viel mehr als ein großer, verschwommener Fleck auf weißem Hintergrund. Lenin und das gesamte Wandbild sind 30 Jahre nach dem Abmarsch der Sowjetarmee kaum noch zu erkennen. Die feuchte Meeresluft beschleunigt den Zerfall und löscht allmählich diese Ehrung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und des Helden der Oktoberrevolution direkt an der Ostsee. Weiterlesen

Lenin im Olympischen Dorf

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist 1_leninelstal.jpg.

Die Olympischen Spiele in Berlin 1936 fanden während der Nazi-Herrschaft statt und das NS-Regime instrumentalisierte sie, um ein positives, modernes Bild von sich zu geben. Für die sportlichen Wettkämpfe wurde das Olympiagelände in Berlin-Westend erbaut und 18 Kilometer westlich, im Brandenburgischen Elstal, entstanden die Unterkünfte für die internationalen Athleten. 80 Jahre sind vergangen und inzwischen wird ein Teil der maroden Anlage des Olympischen Dorfs zu Luxuswohnungen saniert, während der Rest verkommen steht. Zu den verlassenen Gebäuden gehört auch das zu Ehren des ehemaligen Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten benannten Hindenburghaus, ein Kulturzentrum, in dem heute noch ein Lenin-Wandbild vorzufinden ist. Und man mag sich natürlich fragen, wie denn dieses Leninbild in eine von den Nazis erbaute Sportanlage kam. Weiterlesen

Leninrelief zum Vorschein gebracht

Auf alten Fotos der sowjetischen Kaserne in Möhlau ist ein Relief mit einem Seitenporträt Lenins zu sehen. Jahre lang dachte man, es sei beim Abzug der Sowjetarmee verloren gegangen, denn die zurückgebliebene Stele war leer. Doch nach einem Vierteljahrhundert der Witterung begann sich die Deckschicht der Stele zu lösen und siehe da: Überraschenderweise erschienen, wenn auch diffus und verschwommen, die rote Farbe des einstigen Denkmals und die Umrisse von Lenins Kopf. Wir machten uns sofort auf den Weg dahin, in der Hoffnung, das originale Relief wiederherstellen zu können. Weiterlesen

Wandbild saniert und in Graffitistil erweitert

Bei der Erkundung von verwahrlosten Objekten stößt man ständig auf Graffiti, Tags und weitere Werke der „Street Art“. Sie sind inzwischen ein Teil der einzigartigen Landschaft von verlassenen Orten geworden. Allerdings stehen sie selten in einem konkreten Zusammenhang zu den historischen Anlagen, in denen sie sich befinden und werden von vielen Besuchern eher als Fremdkörper oder Störelemente wahrgenommen. Eine Ausnahme kann man in Möhlau sehen, wo ein Graffitikünstler zunächst ein monumentales Lenin-Wandbild der Sowjetarmee saniert hat, um es dann durch eine stilisierte sowjetische Fahne zu erweitern. Weiterlesen

Blasse Erinnerung

Einst marschierten hier hunderte adrette Soldaten der Sowjetarmee an der Ehrentribüne und an den zwei frisch gemalten Wandbildern vorbei. Das ist heute aber nur noch eine blasse Erinnerung an vergangene Zeiten. So blass wie die Farbe der zwei sowjetischen Stelen: Die eine zeigt einen Rotarmisten, die zweite Lenin. Obwohl der sowjetische Revolutionsführer schon fast 30 Jahre lang der Verwahrlosung preisgegeben wurde, ist er noch mit seinem steinernen Blick und der siegessicheren Ausstrahlung am ehemaligen Paradeweg erhalten. Weiterlesen