Im Gebüsch

Im Schatten

DEUTSCH

Wie Lenins Kopf in der Peetscher Höhe in Fürstenberg einsam hinter einem Strauch inmitten einer wild wachsenden Wiese steht, ist ein beeindruckendes Bild. Umgeben von Büschen und anwachsenden Bäumen scheint er sich an diesem unwahrscheinlichen Ort getarnt und in Sicherheit gebracht zu haben. Und nicht zu Unrecht: Seitdem die sowjetischen Streitkräfte die Ortschaft verlassen haben, wurden die meisten Spuren der Besatzungsmacht verwischt und auch etliche Lenindenkmäler abgerissen. Aber hier, verborgen im Niemandsland, von Sympathisanten und Gegnern vergessen, scheint seine Existenz ungefährdet zu sein.

Das Schlupfloch befindet sich unweit einiger wenigen Häuser, die nach dem Krieg von der sowjetischen Armee enteignet und nach der Wende durch einen gründlichen Sanierungsprozess zu schicken Wohnungen umgebaut wurden. Hinter dem größten Gebäude befinden sich hier eine Schaukel und eine für die Anwohner gedachte Wiese, die dann in eine ungepflegte Wildnis übergeht. Im schattigen Grenzgebiet zwischen der bürgerlichen Gemütlichkeit und dem wuchernden Chaos ruht die Büste. Ihr Sockel ist schon lange verschwunden, ihre Nase bröckelt ab und ein großes Loch erlaubt einen Einblick in das Innere des Hauptes des Revolutionärs, wo nur ein paar vertrocknete Laubblätter und kleine Steinchen im hohlen Raum liegen. Vielleicht hätte man da etwas mehr erwartet…

ENGLISH

In the shrubbery

FleursIt’s quite impressive to see Lenin’s head on the Peetscher Höhe in Fürstenberg, staying alone behind a bush in middle of a wild growing meadow. Surrounded by shrubberies and trees he seems to have camouflaged himself in this remote hiding place. And actually that makes sense: After the German reunification most of the remains of the Soviet military forces in Fürstenberg have been removed or destroyed, including several monuments dedicated to Lenin. But here, seeking shelter in no man’s land, forgotten by supporters and detractors, he seems to have found a safe place to be.

The location is on top of a small hill near a couple of houses, which were expropriated by the Soviet Army after World War II and conversed into luxurious apartments after the reunification. Behind the biggest building there is a swing and a nice garden, which then passes on to an untended wildness. In the shady borderland between the wealthy cosiness and the proliferating chaos, rests the bust. Its pedestal has disappeared, its nose is flaking off and a big hole allows us to take a look into it, where only dried leaves and little stones fill the vacuum. Maybe one would have expected more…

Invierno-46

Shrubbery

Winter -63

Busto no mato

Gedankenlesemaschine

 

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