Akte X (1): Die verschollene Statue

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Eine als Denkmal geschützte Statue, die gleich zweimal spurlos verschwindet. Eine steinerne Büste, die plötzlich am Eingang des Volksparks auftaucht. Lenins Existenz in Potsdam ist von geheimnisvollen Ereignissen geprägt, bei denen selbst Journalisten, Politiker und Beamte den Überblick verlieren. Weiterlesen

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Lenin im Deutschen Bundestag

Trotz der intensiven Phase des Denkmalsturms nach der Wende ist Lenin in Deutschland immer noch allgegenwärtig und man kann auch in den unerwartetsten Ecken plötzlich auf ihn stoßen, sogar im Deutschen Bundestag in Berlin. Dort ist tatsächlich ein Lenin-Portrait das Motiv eines Gemäldes im Clubraum, eine kleine für Abgeordnete reservierte Lounge im Paul-Löbe-Haus. Weiterlesen

Dresden: Leninstatue weggegeben, Wandbild saniert

Dresden bekam 1974 die zweitgrößte deutsche Leninstatue, ein 120 Tonnen schweres Monument aus rotem Granit, das Lenin mit zwei Gefolgsleuten im Vorwärtsmarsch darstellt. Nach der Wende wurde das Denkmal aus der Öffentlichkeit entfernt und kam in die Privatsammlung eines süddeutschen Kunstsammlers, wo es auch heute noch zerstückelt rumsteht. Besser erging es dem zwischen 1968 und 1969 entstandenen Wandbild „Der Weg der Roten Fahne“, wo unter anderen kommunistischen Vordenkern und Revolutionären auch Lenin als Nebenfigur abgebildet ist. Das dreißig Meter lange und zehn Meter hohe Kunstwerk wurde unter Denkmalschutz gestellt und neulich komplett saniert. Es ist nun wieder prunkvoll in der Dresdner Stadtmitte zu bewundern. Weiterlesen

Lenin und die Opfer des Faschismus

Eine Stadt, die während meiner Recherche über deutsche Lenindenkmäler immer wieder auftauchte, ist Sassnitz. Im April 1917 hatte Lenin eine Nacht in dieser ostdeutschen Hafenstadt verbracht, um am nächsten Morgen die Fähre nach Schweden zu nehmen und die Reise nach Russland fortzusetzen. Anlässlich dieser historischen Durchfahrt entstanden hier in den 1960er und 1970er Jahren Lenin zu Ehren ein Gedenkstein, eine Büste und ein kleines Museum. Weiterlesen

Der Leuchtkasten

Das 1974 erbaute Haus der sowjetischen Offiziere beherbergte das Führungspersonal der 8. Gardearmee, die in Nohra bei Weimar stationiert war, und wurde als Kulturzentrum, Versammlungsort und Gaststätte genutzt. Als Teil der Einrichtung wurden zwei Lenindenkmäler errichtet: eine bronzene Büste und ein bunter Leuchtkasten. Weiterlesen

An der Grenze

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Man kommt aus Polen nach Deutschland und trifft nach wenigen Metern auf Lenin. Befremdend, aber wahr. Direkt an der Eingangspforte der Bundesrepublik Deutschland wurde im April 2016 eine Leninbüste wiedererrichtet. Es handelt sich um eine während des 2. Weltkriegs als Kriegsbeute gestohlene Skulptur aus der Sowjetunion, die in Küstrin-Kietz eingeschmolzen und in Rohmaterial für die Waffenindustrie verwandelt werden sollte. Wahrscheinlich aus ideologischer Überzeugung versteckten zwei Arbeiter des Verschrottungsunternehmens die goldene Büste und verhinderten dadurch deren Zerstörung. Weiterlesen

Am Leninplatz?

Im Jahr 2015 wiederholte sich in Strausberg die nach dem Mauerfall oft erlebte Szene: Eine Leninstatue wurde von einem Kranwagen gehievt und für den Abtransport zurechtgelegt. Seit 1991 hatte sie, von einer Plane bedeckt, im Garten des Heimatmuseums gelegen. Von einer möglichen Wiedererrichtung des von Hans Kies gemeißelten Leninstandbilds, wie sie die örtliche DKP vorgeschlagen hatte, wollten der Bürgermeister und die Leiterin des Museums nichts wissen. Stattdessen erhielt der kulturelle Verein IFA-Freunde Trebus (Ortsteil von Fürstenwalde) die Plastik, um sie neben einer Sammlung von Fahrzeugen und Alltagsgegenständen aus der DDR auszustellen. Weiterlesen

Im Schatten der Berliner Mauer

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Als die Alliierten die innerdeutsche Grenzlinie zogen, wurde Spandau West-Berlin zugeordnet, während die angrenzende Stadt Falkensee Teil der sowjetischen Besatzungszone wurde. Als Jahre später die Grenze geschlossen wurde, verlief das Leben in Falkensee wortwörtlich im Schatten der Berliner Mauer. Nach der Wiedervereinigung wollte man  die Vergangenheit des hier besonders prägenden Lebens im geteilten Deutschland nicht einfach in Vergessenheit geraten lassen, sodass man, im Gegensatz zu dem, was in vielen anderen Städten passierte, einige Denkmäler und Elemente des sozialistischen Alltags aufbewahrte. So kommt es, dass auch heute noch die Büsten von Karl Marx und Lenin im Hintergarten des örtlichen Heimatmuseums in einem sehr guten Erhaltungszustand zu sehen sind. Hinter ihnen steht ein authentisches Stück des in der DDR so bezeichneten „antifaschistischen Schutzwalls“. Weiterlesen