Sassnitz‘ Lenin polished up and exhibited in Trebus

Almost thirty years ago the Sassnitz Lenin bust was stained with red paint and wrapped in a plastic cover in the local municipal depot. Now the sculpture came on lent to Fürstenwalde, where it is part of the GDR collection of the association IFA-Freunde Trebus. Before its presentation, the Lenin head was thoroughly polished so that it can now receive visitors in its old freshness.The nearly one metre high bust was inaugurated on the occasion of Lenin’s 100th birthday on 11th April 1970 in front of the newly built secondary school, which was given the name „W. I. Lenin“ that day. The sculpture, created by the Soviet artist N. Gaumig and set on a pedestal over two metres high, was a gift from the Communist Party of Latvia. As a result of the historical connection between Sassnitz and Lenin, who had a short stay in this East German seaport on his way to Russia in April 1917, the figure of the Soviet revolutionary could be found here in many places during GDR times. Besides the bust, there was also a Lenin memorial stone, a small Lenin museum, and one of the six reliefs at the monument to the victims of fascism was dedicated to him.

But with the German reunification Lenin became an undesirable public figure. Also in Sassnitz. In the autumn of 1990, the bust was stained with red paint in a still unsolved vandalic incident, and in January 1993 it disappeared into the municipal depot, where it was discovered many years later by members of IFA-Freunde Trebus.

After its long exile, Lenin’s head is certainly pleased to have been placed back in public in July 2019, especially since it is in the best of companies: In the GDR collection in Trebus (Fürstenwalde) there are three other Lenin monuments: the bust of Küstrin-Kietz and the statues of Strausberg and Fürstenwalde.

DEUTSCH

Sassnitzer Lenin aufpoliert und in Trebus ausgestellt

Fast dreißig Jahre weilte die Sassnitzer Leninbüste mit roter Farbe beschmiert und von einer Plastikplane gedeckt im örtlichen Stadtdepot. Nun kam die Skulptur als Leihgabe nach Fürstenwalde, wo sie Teil der DDR-Sammlung des Vereins IFA-Freunde Trebus ist. Vor seiner Ausstellung wurde der steinerne Leninkopf gründlich gereinigt, sodass er jetzt in alter frische die Besucher empfangen kann.

Die knapp einen Meter hohe Büste wurde anlässlich Lenins 100. Geburtstags am 11. April 1970 vor der neuerbauten Oberschule, die an diesem Tag den Namen „W. I. Lenin“ bekam, festlich eingeweiht. Die auf einem über zwei Meter hohen Sockel aufgestellte Skulptur, Schöpfung des sowjetischen Künstlers N. Gaumig, war ein Geschenk der Kommunistischen Partei Lettlands. Infolge des historischen Bezugs zwischen Sassnitz und Lenin, der im April 1917 auf dem Weg nach Russland einen Kurzaufenthalt in der ostdeutschen Hafenstadt machte, war hier die Figur des sowjetischen Revolutionärs zu DDR-Zeiten vielerorts vorzufinden. Außer der Büste gab es noch einen Lenin-Gedenkstein, ein kleines Lenin-Museum und am Denkmal für die Opfer des Faschismus war ihm eins der sechs Reliefs gewidmet.

Doch mit der Wiedervereinigung wurde Lenin in Deutschland zu einer unerwünschten Figur in der Öffentlichkeit. Auch in Sassnitz. Im Herbst 1990 wurde die Büste in einer bis heute ungeklärten Nacht-und-Nebel-Aktion mit roter Farbe beschmiert und im Januar 1993 verschwand sie im Stadtdepot, wo sie viele Jahre später von den IFA-Freunden entdeckt wurde.

Nach der langen Verbannung freut sich der Leninkopf bestimmt, seit Juli 2019 wieder in der Öffentlichkeit ausgestellt zu sein, zumal er in bester Begleitung ist: In der DDR-Sammlung in Trebus (Fürstenwalde) gibt es nämlich außer den vielen Fahrzeugen und Alltagsgegenständen noch drei weitere Lenindenkmäler: die Küstrin-Kietzer Büste sowie die Strausberger und Fürstenwaldener Standbilder.

Chronology of the bust (pic 1: Stadtarchiv Sassnitz; pic transport: Karin Knecht IFA-Freunde)

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