Vogelsang’s Lenin saved from demolition

After the Red Army left its base in Vogelsang, Brandenburg, the abandoned barracks turned into a popular destination for photographers and adventurous tourists. The main attraction was the large mural with a Lenin relief between the old café and the officers‘ house. However, a few years ago, following the decision to renaturalize the area, the demolition of the entire military complex began, which also endangered the Lenin Monument. But finally the monument to the Communist revolutionary was saved in spring of 2017 and taken to Wünsdorf, being placed in front of a museum.

Previously, a group of art historians had tried to put the entire mural under monument protection, but the application was rejected by the authorities. The only way to preserve at least the most emblematic element of the historical ensemble in honour of the Red Army and the Socialist society was therefore its transfer to a safer location. This proved to be very complex from both a legal and a logistical point of view: First, permits and a renouncement of later takeover had to be obtained, and then the transport had to be organised and financed. The fragile condition of the monument, which has been neglected for over twenty years, and the path overgrown with trees and bushes made it considerably more difficult to transport the Lenin figure, but in the end Vogelsang’s Lenin was driven safly to Wünsdorf on the 20th May 2017. The costs were beared by the group of private art historians.

Since then, the Lenin relief has been set up in front of the museum „Roter Stern“ (Red Star). It is freely accessible and will be restored soon. Thematically it fits perfectly with the contents of the two exhibitions of the museum: one on the Soviet Army in Germany and a second on the everyday life of Soviet soldiers in the East German barracks. And since there are two other Lenin monuments in Wünsdorf (a statue in front of the casino and a statue in front of the officers‘ house), the new Lenin should be able to acclimate here without problems.

The previous article about the Lenin relief in its former location Vogelsang can be found herePhotos of the dismantling and transport of the Lenin relief can be seen here.

DEUTSCH

Vogelsanger Lenin vor dem Abriss gerettet

Nachdem die Rote Armee ihren Stützpunkt im brandenburgischen Vogelsang verlassen hatte, entwickelte sich die verwahrloste Kaserne zu einem beliebten Ziel für abenteuerlustige Fotografen und Neugierige. Die bekannteste Sehenswürdigkeit war das große Wandbild mit einem überlebensgroßen Leninrelief zwischen dem alten Café und dem Haus der Offiziere. Doch infolge des Beschlusses das Areal zu renaturieren, begannen vor einigen Jahren die Abrissarbeiten des gesamten Militärkomplexes, die auch das Lenindenkmal gefährdeten. Das Denkmal des kommunistischen Revolutionärs konnte jedoch im Frühling 2017 gerettet werden: Es wurde nach Wünsdorf gebracht und vor dem Museum Roter Stern aufgestellt.

Vorher hatte eine Gruppe von Kunsthistorikern noch versucht, das gesamte Wandbild unter Denkmalschutz zu stellen, doch ihr Antrag wurde von den Behörden abgelehnt. Die einzige Form, wenigstens das emblematischste Element des historischen Ensembles zu Ehren der Roten Armee und des Sozialismus zu bewahren, war also seine Umsetzung in einen sichereren Standort. Dies zeigte sich sowohl aus juristischer als auch aus logistischer Sicht sehr aufwendig: Es waren zunächst Genehmigungen sowie eine Verzichtserklärung auf spätere Übernahme einzuholen, und dann musste noch der Abtransport organisiert und finanziert werden. Der zerbrechliche Zustand des seit über zwanzig Jahren der Witterung ausgesetzten Denkmals und der mit Bäumen und Sträuchern zugewachsene Weg erschwerten in erheblicher Weise die Sicherung der Leninfigur, doch am Ende konnte der Vogelsanger Lenin am 20. Mai 2017 heil nach Wünsdorf gefahren werden. Die Kosten für die Aktion mussten die Kunsthistoriker allerdings selber tragen.

Seitdem ist das Leninrelief vor dem Museum „Roter Stern“ aufgestellt. Es ist frei zugänglich und soll zeitnah restauriert werden. Thematisch passt es perfekt zum Inhalt der zwei kleinen Ausstellungen des Museums: eine über die sowjetischen Streitkräfte in Deutschland und eine weitere über den Alltag der sowjetischen Soldaten in den ostdeutschen Kasernen. Und da es in Wünsdorf auch noch zwei weitere Lenindenkmäler gibt (eine Statue vor dem Kasino und eine Statue vor dem Haus der Offiziere), sollte sich der neue Lenin hier problemlos einleben können.

Den älteren Beitrag über das Leninrelief in seinem ehemaligen Standort Vogelsang können Sie hier finden. Fotos der Demontage und des Transports des Leninreliefs sehen Sie hier.

Vogelsang (2014):

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s