Lenin am Matrosendenkmal

Nur fünfzehn Minuten Fußweg vom Rostocker Stadthafen entfernt steht eines der imposantesten revolutionären Denkmäler Deutschlands. Es handelt sich um die in Erinnerung an die Novemberrevolution von 1918 errichtete „Gedenkstätte revolutionärer Matrosen“. Der Kieler Matrosenaufstand hatte damals die Revolution ausgelöst, die zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und der Gründung einer parlamentarischen Demokratie („Weimarer Republik“) führte. Das Denkmal besteht aus zwei Teilen: eine zwanzig Meter lange Reliefwand mit Szenen der internationalen Arbeiterbewegung und eine neun Meter hohe Bronzeskulptur zweier Matrosen in Angriffsposition. Weiterlesen

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Vogelsanger Lenin vor dem Abriss gerettet

Nachdem die Rote Armee ihren Stützpunkt im brandenburgischen Vogelsang verlassen hatte, entwickelte sich die verwahrloste Kaserne zu einem beliebten Ziel für abenteuerlustige Fotografen und Neugierige. Die bekannteste Sehenswürdigkeit war das große Wandbild mit einem überlebensgroßen Leninrelief zwischen dem alten Café und dem Haus der Offiziere. Doch infolge des Beschlusses das Areal zu renaturieren, begannen vor einigen Jahren die Abrissarbeiten des gesamten Militärkomplexes, die auch das Lenindenkmal gefährdeten. Das Denkmal des kommunistischen Revolutionärs konnte jedoch im Frühling 2017 gerettet werden: Es wurde nach Wünsdorf gebracht und vor dem Museum Roter Stern aufgestellt. Weiterlesen

Dresden: Leninstatue weggegeben, Wandbild saniert

Dresden bekam 1974 die zweitgrößte deutsche Leninstatue, ein 120 Tonnen schweres Monument aus rotem Granit, das Lenin mit zwei Gefolgsleuten im Vorwärtsmarsch darstellt. Nach der Wende wurde das Denkmal aus der Öffentlichkeit entfernt und kam in die Privatsammlung eines süddeutschen Kunstsammlers, wo es auch heute noch zerstückelt rumsteht. Besser erging es dem zwischen 1968 und 1969 entstandenen Wandbild „Der Weg der Roten Fahne“, wo unter anderen kommunistischen Vordenkern und Revolutionären auch Lenin als Nebenfigur abgebildet ist. Das dreißig Meter lange und zehn Meter hohe Kunstwerk wurde unter Denkmalschutz gestellt und neulich komplett saniert. Es ist nun wieder prunkvoll in der Dresdner Stadtmitte zu bewundern. Weiterlesen

Lenins spektakuläres Comeback

Die Chronik des Lenindenkmals im sächsischen Großenhain ähnelt dem Plot eines Hollywoodfilms. Nach der Wende wurde der 4,80 Meter hohe und über zehn Tonnen schwere Betonblock nämlich in einer Nacht und Nebel Aktion abgebaut und versteckt, um ihn vor einer möglichen Zerstörung zu retten. 25 Jahre lang galt das kolossale Denkmal als verschwunden, bis es jetzt wieder auftauchte und angesichts seines kunsthistorischen Werts vor dem örtlichen Bunker-Museum aufgestellt wurde. Weiterlesen

Lenin und die Opfer des Faschismus

Eine Stadt, die während meiner Recherche über deutsche Lenindenkmäler immer wieder auftauchte, ist Sassnitz. Im April 1917 hatte Lenin eine Nacht in dieser ostdeutschen Hafenstadt verbracht, um am nächsten Morgen die Fähre nach Schweden zu nehmen und die Reise nach Russland fortzusetzen. Anlässlich dieser historischen Durchfahrt entstanden hier in den 1960er und 1970er Jahren Lenin zu Ehren ein Gedenkstein, eine Büste und ein kleines Museum. Weiterlesen

Anwohner retten Lenindenkmal

In der Kleinstadt Bützow in Mecklenburg-Vorpommern existiert bis heute noch eine Straße mit dem Namen „Leninring”, wo ein dem Gründer der Sowjetunion gewidmeter Gedenkstein vorzufinden ist. Das Denkmal steht etwas verwahrlost vor einem Plattenbau, aber trotzdem scheint der Revolutionsführer von Bedeutung für die Anwohner zu sein. Als die örtliche CDU 2010 eine Namensänderung vorschlug, scheiterte sie nämlich an den Widerstand der Bürger, die sich entschieden dagegen wehrten. Weiterlesen

Der Leuchtkasten

Das 1974 erbaute Haus der sowjetischen Offiziere beherbergte das Führungspersonal der 8. Gardearmee, die in Nohra bei Weimar stationiert war, und wurde als Kulturzentrum, Versammlungsort und Gaststätte genutzt. Als Teil der Einrichtung wurden zwei Lenindenkmäler errichtet: eine bronzene Büste und ein bunter Leuchtkasten. Weiterlesen

An der Grenze

fischersboot

Man kommt aus Polen nach Deutschland und trifft nach wenigen Metern auf Lenin. Befremdend, aber wahr. Direkt an der Eingangspforte der Bundesrepublik Deutschland wurde im April 2016 eine Leninbüste wiedererrichtet. Es handelt sich um eine während des 2. Weltkriegs als Kriegsbeute gestohlene Skulptur aus der Sowjetunion, die in Küstrin-Kietz eingeschmolzen und in Rohmaterial für die Waffenindustrie verwandelt werden sollte. Wahrscheinlich aus ideologischer Überzeugung versteckten zwei Arbeiter des Verschrottungsunternehmens die goldene Büste und verhinderten dadurch deren Zerstörung. Weiterlesen