Lenin in Forst Zinna (ENG)

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Between Luckenwalde and Jüterbog we find the nature reserve of Forst Zinna-Jüterbog-Kellberg, where one of the darkest pages in the history of the Group of Soviet Forces in Germany was written. Back in the 19th century, the German army built a military training area, which was expanded by the Wehrmacht during World War II and taken over by the Red Army after the Nazi’s capitulation. This military area included a driving school for tanks.

During a driving lesson in the evening of 19th January 1988, a tank got stuck on the rails of the Stralsund-Berlin-Leipzig line. The two occupants heard a train approaching and only had time to jump out of the vehicle, without being able to avoid the crash of the train against the 36-ton tank. Six people died and over 30 were severely injured. There is no exact information about what happened to the two soldiers responsible for it, a 19 year old Kazakh, who was driving a tank for the first time in his life, and the Russian instructor. They were sent immediately to a Military Court in the Soviet Union and there are rumors (but no evidence) that they were sentenced to death and executed.

geisterOnly a few years after this tragic incident, the two German states were reunited and the Soviet Union collapsed, so all Soviet military forces left Germany. The last Soviet soldiers left Forst Zinna in 1994, leaving behind a huge abandoned military complex, which the local authorities started to demolish more than 10 years later. The original plan was to tear down the whole complex and reforest the area. Despite the extensive demolition works, there is still quite a big area of the former military base, which survived in the form of a ghost town in the middle of the green space.

Outside the no-go area, including all the buildings as well as the training camps, which are surrounded by a big wall, there are still some leftovers between wild growing trees and shrubberies. One of those is a relief-ensemble, probably a collective work of the Soviet soldiers. Among the four reflief-walls, there is one dedicated to Lenin. It shows the mythical armored cruiser Aurora, one of the most important military symbols of the Red Revolution, illuminating the head of the revolutionary leader. In the background, the sun rises, announcing the beginning of the new Communist era.

DEUTSCH

Lenin in Forst Zinna

Zwischen Luckenwalde und Jüterbog liegt das Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog-Kellberg, in dem eine der dunkelsten Seiten der Geschichte der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland geschrieben wurde. Im Herzen dieser Waldung hatte die deutsche Armee im 19. Jahrhundert ein Militärübungsgelände errichtet, das in den 1930er Jahren von der Wehrmacht erweitert und nach dem II. Weltkrieg von den Rotarmisten übernommen wurde. Unter anderem diente die Anlage als Fahrschule für Kettenfahrzeuge.

Am Abend des 19. Januar 1988 geriet während einer Fahrstunde ein Panzer auf die naheliegenden Zuggleise und blieb dort stehen. Als die zwei Insassen einen sich nähernden Zug der Strecke Stralsund-Berlin-Leipzig hörten, hatten sie gerade noch Zeit, um aus dem Fahrzeug zu fliehen, ohne jedoch den Zusammenprall des Zuges mit dem 36 Tonnen schweren Kampfwagen verhindern zu können. Die zwei Lokomotivführer und vier weitere Fahrgäste kamen ums Leben, mehr als 30 weitere Personen wurden schwer verletzt. Die zwei am Unfall beteiligten Soldaten, ein russischer Fahrlehrer und ein 19-jähriger Kasache, der zum ersten Mal einen Panzer gefahren hatte, wurden zwei Tage später in die Sowjetunion befördert. Gerüchten zufolge sollen sie dort von einem Militärgericht zu Tode verurteilt worden. (Belege dafür gibt es allerdings nicht.)

leninWenige Jahre nach diesem tragischen Ereignis kam es zur deutschen Wiedervereinigung und zum Zerfall der UdSSR, folglich auch zum Abzug der sowjetischen Streitkräfte aus Deutschland. Die letzten Soldaten verließen die Garnison Forst Zinna 1994 und überließen die Anlage dem Verfall. 2007 starteten die örtlichen Behörden einen Plan zur Renaturierung des Geländes und leiteten die ersten Abrissarbeiten ein. Trotz der umfangreichen Demontage blieb jedoch ein großer Teil der militärischen Anlage erhalten und steht bis heute noch als verlassene Ruinenkulisse mitten im Wald.

Außerhalb der umzäumten Sperrzone, wo die Gebäuden und Übungsplätze abgeschottet sind, kann man noch zwischen wild wuchernden Bäumen und Sträuchern einige frei zugängliche Überbleibsel der sowjetischen Armee finden. Darunter befindet sich ein vierteiliges Reliefensemble, das vermutlich eine Kollektivschöpfung der in Forst Zinna stationierten Rotarmisten sein könnte. Eine von den Reliefwänden ist Lenin gewidmet. Sie zeigt, wie der mythische Panzerkreuzer Aurora, eins der größten Symbole der Oktoberrevolution, das Haupt des revolutionären Anführers beleuchtet, während im Hintergrund die Sonne aufgeht und den Neubeginn der kommunistischen Ära verkündet.

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