Lenin im Deutschen Bundestag

Trotz der intensiven Phase des Denkmalsturms nach der Wende ist Lenin in Deutschland immer noch allgegenwärtig und man kann auch in den unerwartetsten Ecken plötzlich auf ihn stoßen, sogar im Deutschen Bundestag in Berlin. Dort ist tatsächlich ein Lenin-Portrait das Motiv eines Gemäldes im Clubraum, eine kleine für Abgeordnete reservierte Lounge im Paul-Löbe-Haus. Weiterlesen

Lenin in the German parliament

Despite the intensive phase of monument destruction after the fall of communism, Lenin is still omnipresent in Germany, so that in the most unexpected corners you can suddenly come across him, even in the German parliament in Berlin. There, a Lenin portrait is actually the motif of a painting in the Clubraum, a small lounge reserved for members of parliament in the Paul-Löbe-Haus. Weiterlesen

The big windowpane

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3HUWhen he was young, Lenin had to read and investigate in far stranger places than a university library. From December 1895 until February 1897 he stayed 14 month in a remand prison accused of political agitation, so he had to carry on with his researches behind bars. It’s been told that his first political essays were written there with invisible ink. In February 1897 he was proscribed for three years to the little town of Shushenskoje in Eastsibira (approximately 600 km from the nearest train station), where he set up a little study-room in the little house, in which he lived under constant surveillance of the police, with the purpose of continuing his investigations and his own writings. But it wasn’t until 1900, when he left Russia and began his European exile, that he was able to return to his routine of visiting libraries, in order to work quietly among the smell of old books. Weiterlesen

Lichter in der Dämmerung

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Zwischen bunten Luftballons, großen Werbeplakaten und grell blinkenden Neonlichtern ist auf der Frankfurter Allee unauffällig an der Wand hängend eine Leningedenktafel zu finden. Mit den vielen Läden, Fast-Food-Imbissen und einem Einkaufszentrum direkt gegenüber, wirkt der kommunistische Held hier allerdings ein bisschen fehl am Platz. Und tatsächlich scheint Lenin im Konsumboulevard auf wenig Zuneigung zu stoßen: An der Tafel kann man noch die Spuren der letzten Vandalismusaktion erkennen, ein Mosaik aus verwischter Farbe und Reinigungsmittel. Weiterlesen

Das große Glasmalerei-Fenster

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DEUTSCH

3HUIn seiner Jugend hat Lenin für seine Forschungen  zum größten Teil ungewöhnlichere Orte besuchen müssen als eine Universitäts-Bibliothek. Er saß von Dezember 1895 bis Februar 1897 wegen Anklage der Agitation in Untersuchungshaft und sah sich gezwungen, seine Recherchen im Gefängnis voranzutreiben. Dort soll er manche von seinen ersten politischen Schriften mit unsichtbarer Tinte verfasst haben. Im Februar 1897 wurde er dann für drei Jahre in das Dorf Schuschenskoje in Ostsibirien verbannt (etwa 600 km vom nächstliegenden Bahnhof entfernt), wo er in einem kleinen Haus und unter Polizeiaufsicht sein eigenes Studierzimmer einrichtete, um sich weiterzubilden und die Niederschrift seiner politischen Ansichten fortzusetzen. Erst als er im Juli 1900 Russland verließ und sein Exilleben antrat, durfte Lenin wieder regelmäßig Bibliotheken frequentieren, um dort in Ruhe zu arbeiten. Weiterlesen