The light box

The Soviet Officer’s House in Weimar was built in 1974 for the higher commanders of the 8th Guards Unit. It was used as a cultural center, meeting place and restaurant. Two monuments dedicated to Lenin were erected in this complex: a bust made of bronze and a stained light box.

The bust is a creation of Johannes Rogge, who is also the author of the first Lenin-statue made in Germany (in Königsee, 1951). The bust was given by the city of Weimar to the Soviet Army to commemorate the thirty’s birthday of the GDR and was installed in 1979. After the reunification, it was brought to the City Museum and from then on it has been part of its permanent exhibition.

The light box however remained in its original location. When in the early 90s the city took over the building and transformed it into a rehearsal-stage and workshop for the “Theater Weimar”, it was preserved at the entrance. This piece shows Lenin in red shades. His long overcoat is fluttering in the wind, his strict look is directed frontally to the visitor, while in the back we can appreciate the city of Petrograd (now: Sankt Petersburg). This work is an exact copy of a stained window created in 1970 by the famous painter Alexander Leonidovich Korolev. It shows Lenin’s in Petrograd in April 1917. Coming back from his exile, he arrived in this city and held here his first political speeches mobilizing his followers to start the Communist Revolution.

As a result of the enthusiastic reception of this artistic representation of the Founder of the Soviet Union, it became a beloved pattern for copies all over the country. The best known copy is exposed in the Museum of Political History in Saint Petersburg, among other stained glasses of Korolev.

DEUTSCH

Der Leuchtkasten

Das 1974 erbaute Haus der sowjetischen Offiziere beherbergte das Führungspersonal der 8. Gardearmee, die in Nohra bei Weimar stationiert war, und wurde als Kulturzentrum, Versammlungsort und Gaststätte genutzt. Als Teil der Einrichtung wurden zwei Lenindenkmäler errichtet: eine bronzene Büste und ein bunter Leuchtkasten.

Die Büste ist ein Werk des Bildhauers Johannes Rogge, der Schöpfer des ersten Leninstandbilds in Deutschland (in Königsee, 1951). Sie wurde 1979 zum dreißigsten Jahrestag der DDR als Geschenk der Stadt Weimar vor dem Haus der sowjetischen Offiziere eingeweiht. Nach der Wende kam sie ins Stadtmuseum, wo sie auch heute noch Teil der Dauerausstellung ist.

Der Leuchtkasten hingegen blieb am einstigen Standort erhalten. Als die Stadt nach dem Abzug der sowjetischen Truppen das Gebäude erhielt und darin eine Probebühne sowie Werkstätten für das Theater Weimar entstehen ließ, entschied man sich für dessen Erhalt im Eingangsbereich. Das Kunstwerk zeigt Lenin in rötlichen Tönen. Sein Mantel weht im Wind, sein Blick ist streng nach vorne gerichtet. Im Hintergrund ist Petrograd (heute Sankt Petersburg) zu sehen. Es handelt sich um eine exakte Kopie eines 1970 entstandenen Bleiglasfensters des renommierten sowjetischen Malers Alexander Leonidovich Korolev, das an Lenins Ankunft in Petrograd im April 1917 erinnert. Dort hielt er seine ersten Reden nach dem Exil und brachte die kommunistische Revolution in Gang.

Infolge der begeisterten Aufnahme dieser künstlerischen Darstellung des Anführers der Oktoberrevolution wurde sie zu einer beliebten Vorlage für Kopien in der ganzen Sowjetunion. Das bekannteste Exemplar ist im Museum für Politische Geschichte in Sankt Petersburg zusammen mit anderen Glasmalereifenstern Korolevs ausgestellt.

Photos: Light box – Photo 1: Uta Kühne; Photo 2 + Photos theatre: Thomas Müller (special thanks to the DNT, Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar); Photo bust: Klaus Schoetzau.

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