In the heart of capitalism

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It may sound bizarre, but in Frankfurt, the European financial center, one can find a monument dedicated to Lenin. In front of the private museum Explora there is a bust of Lenin, which was rescued from a scrap yard and tuned by the artist M. Charlamov, who added 3D-glasses to the sculpture and called it Anaglyphowitsch.

The museum Explora was installed in the building of the former Glauburg-bunker, a shelter for the civil population during World War II. In 1995 the designer and collector Gerhard O. Stief bought the bunker and turned it into a scientific and technical museum. Among other attractions, visitors can find here the biggest public holographic collection in the world. Shortly after the opening of this innovative museum, the bust of Lenin was erected near the main entrance.

In contrast to what happened and happens in many other cities with monuments dedicated to Lenin, in Frankfurt there was no discussion or polemic about it. Probably the artistic mise en scène and the creative and illusory environment just created an appropriate context for the figure of the revolutionary Communist hero. But it seems that Lenin’s existence in the middle of the capitalist heart of Europe might be reaching its end: Due to a restructuring of the whole museum, the bust will be removed and is actually up for sale. Potential buyers can get in touch directly with the museum.

DEUTSCH

Im Herzen des Kapitalismus

So überraschend es auch klingen mag, gibt es in Frankfurt a.M. ein Lenindenkmal. Vor dem privaten Museum Explora steht eine von einem Schrottplatz gerettete Leninbüste, die dann vom Künstler M. Charlamov mit einer 3D-Brille versehen, Anaglyphowitsch getauft wurde und nun vor dem Museumseingang wacht.

Das Museum Explora befindet sich in den Räumlichkeiten des Glauburg Bunkers, der im 2. Weltkrieg als bombensichere Zuflucht für Zivilisten erbaut wurde. 1995 wurde das Gebäude vom Designer und Sammler Gerhard O. Stief erworben und in Frankfurts erstes Wissenschafts- und Technikmuseum umgewandelt. Unter anderen Exponaten und interaktiven Experimenten können die Besucher hier die größte öffentlich zugängige Holografiesammlung der Welt sehen. Kurz nach der Eröffnung der Dauerausstellung wurde die bronzene Leninbüste aufgestellt.

Im Gegensatz zu dem, was in vielen anderen Städten geschah, bzw. geschieht, gab es in Frankfurt keine große Diskussion um das Lenindenkmal. Wahrscheinlich haben die künstlerische Darstellung und das von Kreativität und Illusion geprägte Umfeld einen passenden Rahmen für den umstrittenen Helden der Oktoberrevolution geschaffen. Allerdings scheint Lenins Zeit inmitten des kapitalistischen Herzens Europas kurz vor dem Ende zu stehen. Wegen der geplanten Umstrukturierung des Museums soll die Büste entfernt werden und steht zum Verkauf. Interessenten können sich direkt beim Museum melden.

 

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Photos: EXPLORA

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