Red carnations for Lenin

Lenin in Nohra

Since the 19th century, red carnations have been considered a symbol of the international labor movement: Back then they were carried out by the participants of illegal meetings in Germany and France. During the period of the Cold War these flowers would become a distinctive mark of Socialist ideology in the Soviet Union and Eastern Europe. To celebrate special holidays, people would put them down – and actually still do nowadays – at the grave of soldiers fallen in war or in front of monuments dedicated to the adored state-idols. In Nohra, on a sunny spring day, we found red carnation lying in front of the statue of Lenin. They were not real, but plastic-flowers, maybe because they are cheaper and last longer.

Schwedische MuetzeThe big stony statue is one of the last remnants of the garrison next to the airfield in Nohra, used by the Soviet Army from 1945 until 1992. A few years ago, when the local department for regional development decided to demolish the whole complex, it decided to preserve a few elements, due to their historical value. Some buildings were just left there in an advanced state of decomposition, but the figure of Lenin was completely restored. That means, that future generations will also have a direct access to this testimony of the fight against Imperialism, of the presence of the Soviet military forces in Germany, of the Cold War and of the attempt of materialization of Marx’s and Lenin’s political and economic ideals. History to touch and an open invitation to remember the past and learn from it!

The current view of the monument shows a constellation rich in contrasts, which reminds me of the collages of surreal artists, where the different components have nothing to do with each other, but somehow form a pleasant image: The restored Lenin-statue, the freshly painted walls in shrill red, the wild nature growing around it, the cracked road and the red carnations… made of plastic.

For more information about the history of the military airport check the page of the local association Flugplatz Nohra e.V.

 

DEUTSCH

Rote Nelken für Lenin

GehegeSeit dem XIX. Jahrhundert gelten rote Nelken als Symbol der Arbeiterbewegung: Damals wurden sie in Frankreich und Deutschland bei verbotenen Versammlungen im Knopfloch getragen. Zur Zeit der UdSSR wurden sie zu einem wichtigen sozialistischen Wahrzeichen in ganz Osteuropa. An Festtagen legte man sie – und legt sie auch heute noch – am Grab im Krieg gefallener Soldaten oder an Denkmälern verehrter Helden nieder. In Nohra fanden wir an einem sonnigen Frühlingstag auch vor der Statue Lenins rote Nelken liegen. Allerdings waren es keine echten, sondern Plastikblumen – sie sind billiger und halten länger.

Die große steinerne Statue ist eins der letzten Überbleibsel der Garnison am Flugplatz Nohra, wo sowjetische Streitkräfte von 1945 bis 1992 stationiert waren. Als die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen zwischen 2008 und 2010 die verlassene Anlage abriss, wurden einige wenige Objekte wegen ihres historischen Dokumentarwerts geschont. Während einzelne Gebäude in einem Zustand des fortgeschrittenen ZerfalIs einfach stehen gelassen wurden, entschied man sich bei der Figur Lenins für eine komplette Sanierung des Denkmals. Es bleibt also auch für zukünftige Generationen ein frei zugängliches Zeugnis des Kampfes gegen den Imperialismus, der Anwesenheit sowjetischer Streitkräfte in Deutschland, des Kalten Kriegs und des Versuchs, die marxistisch-leninistischen Ideale zu verwirklichen. Eine Anregung zur Erinnerung und ein Mahnmal, um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen – Geschichte zum Anfassen!

Die heutige Ansicht des Monuments zeigt eine kontrastreiche Konstellation, die an eine surrealistische Collage erinnert, bei der die verschiedenen Elemente zwar nicht wirklich zu einander passen, aber irgendwie doch ein ansehnliches Bild ergeben: Die sanierte Leninstatue mit den frisch gestrichenen schrillen Farbwänden, die verwilderte Natur ringsherum, die brüchige Straße und die roten Nelken… aus Plastik.

Mehr Info zur Geschichte des Flugplatzes auf der Seite des Vereins Flugplatz Nohra e.V.

baeume

Nelken

Der lange Winterrock

Barracks

Eingang

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